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  1. 🔄 Entgiftung läuft nicht mehr richtig

 Die Niere filtert Harnstoff, Kreatinin, überschüssige Elektrolyte (Kalium, Phosphat) und Medikamentenreste aus dem Blut.

Wenn diese nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden, kommt es zu einer “inneren Vergiftung” – oft spürbar als:

  • bleierne Müdigkeit
  • mentale Verlangsamung („Brain Fog“)
  • Kopfschmerzen
  • Schläfrigkeit direkt nach dem Essen oder Aufstehen

 🧪 Das nennt man auch Urämie – eine Ansammlung harnpflichtiger Substanzen im Blut.

 

  1. 🧬 Hormonproduktion der Niere ist gestört

Die Niere produziert:

  • Erythropoetin (EPO) → regt die Bildung roter Blutkörperchen an
  • Renin & Calcitriol → wichtig für Blutdruck & Vitamin-D-Stoffwechsel

 

Bei Nierenschwäche wird weniger EPO gebildet → Anämie → Sauerstoffmangel → starke Müdigkeit bis zur Erschöpfung bei kleinster Belastung

Auch der Vitamin-D-Stoffwechsel ist gestört, was die Muskelschwäche weiter verstärken kann.

 

  1. Störung des Elektrolythaushalts – v. a. Kaliumüberschuss

 Eine gesunde Niere reguliert Kalium. Wenn die Niere geschwächt ist, kommt es schnell zu:

  • Kaliumüberschuss (Hyperkaliämie)
  • Folge: Herzrhythmusstörungen, Erschöpfung, Muskelschwäche, teils plötzliche Schläfrigkeit
  • Auch Phosphat staut sich → kann das Nervensystem „überreizen“

 

  1. 💥 Azidose (Übersäuerung)

Die Niere reguliert den Säure-Basen-Haushalt durch Ausscheidung von Säuren.

Wenn diese Funktion ausfällt:

  • chronische Übersäuerung → Müdigkeit, Muskelschmerzen, depressive Verstimmung
  • Erhöhte Atemfrequenz oder Atemnot nach Belastung

 

  1. 🧠 Nierenbedingte Enzephalopathie (bei fortgeschrittener Insuffizienz)

 In schweren Fällen können sich harnpflichtige Stoffe im Gehirn anreichern →

  • Desorientierung
  • Sekundenschlaf
  • Zittern
  • Reizbarkeit, neurologische Symptome

Was hilft kurzfristig?

  • Viel stilles Wasser, ggf. mit Basenpulver
  • Eiweißzufuhr reduzieren, besonders tierisches Eiweiß oder Algenpräparate
  • Kaliumarme Ernährung (z. B. keine Bananen, Tomaten, Spirulina etc.)
  • Ärztlich kontrollieren lassen: GFR, Kalium, Harnstoff, EPO, Vitamin D, B12